Editorial

Traumjob ja oder nein?

Was haben Sie heute geträumt? War es die Traumreise, das Traumhaus oder gar der Traumberuf? Lassen Sie mich raten. Traumberuf wohl eher nicht, denn vielleicht haben Sie ihn ja gefunden und gehen der Tätigkeit nach, die Sie erfüllt. Um dennoch beim Thema Beruf zu bleiben: Mich beschäftigt der neue Traumjob zahlreicher junger Frauen und Männer: Influencerin oder eben Influencer.

Mit einer gewissen Faszination (und Skepsis) für die Social Media-Welt (ver)folge ich (Followerin) Informationen zu dieser Tätigkeit mit scheinbar hohem Kultstatus. Nebst dem Fun, Marken oder Produkte in sozialen Netzwerken zu präsentieren, scheint diese Aktivität zudem äusserst lukrativ zu sein. Damit wir uns richtig verstehen: Ich möchte herausfinden, was denn so cool ist, Influencerin zu sein. Ehrlicherweise muss ich mir dazu zunächst selbst die Frage stellen, ob nicht auch ich eine Influencerin bin mit dem, was ich tue, im Beruf, den ich ausübe? Beeinflusse ich etwa? Die Antwortet lautet: Ja, ich bin Meinungsmacherin, wenn ich texte, redigiere und Gazzetta-Beiträge platziere.

Ich stehe ja auch, wie wir alle, für ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Marke. Wenn Sie so wollen: Als Arbeitnehmerin stehe ich unter dem Einfluss des Universitätsspitals. Wenn ich mit meinem Handeln dazu beitrage, dass man von unserem Haus eine gute Meinung hat, lasse ich mir die Bezeichnung Influencerin gefallen. Also doch: Traumjob! Ich freue mich über Follower in die Herbst-Gazzetta.

Ihre Gina Hillbert


Was mit Paracelsus im 15. Jahrhundert begann, hat bis heute seinen Siegeszug fortgesetzt; die Innovation und die Forschung am Unispital Basel. Sie gehören seit jeher zu unserem Hause und sind unverzichtbar für die Zukunft unseres Spitals.

Kaum ein anderer Begriff wird so oft verwendet wie Innovation. In der Schweizer Mediendatenbank (SMD) tauchte das Wort 2017 in mehr als 10’000 in der Schweiz veröffentlichten Artikeln auf. Nicht ohne Grund; die Schweiz ist ein kompetitives Land im Bereich der Forschung und Innovation. Im Vergleich zu anderen Ländern gehören wir aber auch zu einer der Nationen, die im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt am meisten für die Forschung und Entwicklung ausgeben. Diese Investitionen zahlen sich aus: Wir liegen bei zahlreichen internationalen Rankings in der Forschung und Innovation auf den Spitzenplätzen. Ich bin stolz darauf, dass das Unispital Basel ein Teil dieses Erfolgs ist.

Ab wann sprechen wir denn von einer Innovation und wo passiert sie? Die Antwort auf die letzte Frage ist simpel: Innovation ist überall möglich, im Kleinen wie im Grossen, in jedem Bereich, in jeder Hierarchiestufe. Aber wann ist es eine Innovation? Innovation geschieht, wenn neue Produkte, Lösungen und Modelle umgesetzt und angewandt werden. An Prozessoptimierungen müssen wir beständig dranbleiben.

Denn die kontinuierlichen Verbesserungsprozesse sichern die Wettbewerbsfähigkeit, die Innovationen hingegen sind die Eintrittskarte in die Welt der Zukunft.

Das Schlagwort Innovation schreiben sich viele Unternehmen auf die Fahne. Oft ist ihre Aussage ein Marketing-Instrument, manchmal ist die viel gepriesene Innovation vielleicht gar nicht mehr so innovativ, wie sie die Verkäufer schildern. Und nicht immer hat sie den wissenschaftlichen Hintergrund, den unsere «echten» Innovationen und unsere spektakulären Forschungsergebnisse aufweisen. Wir sind ein echter Innovationspool, bei uns gehören Innovationen zum täglichen Leben. Das spüre ich nicht nur in den Kliniken, sondern auch in den Bereichen, Ressorts, Departementen sowie in den Abteilungen.

Der Innovationsdrang ist ungebremst. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir an unserem Strategie-Grundpfeiler «Innovation & Forschung» entschlossen festhalten und dieses Etappenziel unaufhörlich vorantreiben werden. Das Universitätsspital Basel mit mehr als 1’000 Plätzen für die ärztliche Aus- und Weiterbildung und einer engen Zusammenarbeit mit der Universität sowie weiteren Forschungsstätten wird an seinem Grundsatz, Neues zu fördern, festhalten. In der nächsten Strategiekampagne werden Sie eindrückliche Beispiele entdecken, die für Innovation und Forschung stehen. Von Natural Language Processing über vibrotaktiles Biofeedback-Training bis hin zur VR-Brille, das Universitätsspital Basel fördert Neues.

Und diese Aufzählung ist nur eine Auswahl; wir hatten die Qual der Wahl. So etwas macht Freude! Innovation und Forschung sind und bleiben für uns eine Verpflichtung, nicht nur ein Lippenbekenntnis. Das unterstreichen auch die neuesten Entwicklungen am Institut für molekulare und klinische ophthalmologische Forschung in Basel (IOB). Wir haben in den ersten Monaten nach der Gründung bereits zahlreiche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Boot geholt, Bauvorhaben konkretisiert und verschiedene Preise und Fördergelder an Land gezogen. Wie die Wikinger bereits sagten: «Über den Wind können wir nicht bestimmen, aber wir können die Segel richten.»

Ihr Werner Kübler, Spitaldirektor<br>

Ihr Werner Kübler, Spitaldirektor


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