Editorial

Ich bin dann mal weg.

Nein, ich begehe keinen Pilgerweg, so wie es der Schöpfer dieses genialen Buchtitels getan hat, sondern verlasse diese Gazzetta-Ausgabe mittendrin für ein Verweilen in einer ganz anderen Welt. Loslassen ist nicht immer einfach. Das Pflichtbewusstsein weiss genau, wann es sich wieder melden muss. In dieser Stimmung begab sich auch das Team Tabora zum Einsatz in ein abgelegenes Gebiet Tansanias, um innert 14 Tagen 350 Kindern auf die Welt zu helfen. Welch‘ geburtshilfliches Kontrastprogramm! Aber lesen Sie selbst. Unsere berührende Titelgeschichte kann und darf einen nicht kalt lassen.

Für das neue Jahr möge Sie folgender Gedanke begleiten: Wenn wir gehen, um anzukommen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Ihnen allen (Be)rührendes und (Er)wärmendes wünschend

Ihre Gina Hillbert

Die «Strategie 2020» des Universitätsspitals Basel wird nur so gut sein, wie wir sie umsetzen. Mit der Informationsveranstaltung für die Mitarbeitenden und einem Kaderevent Anfang November 2016 ist der Startschuss zur Strategiekommunikation gefallen.

In der ersten von drei Strategiekampagnen werden wir uns eingehend mit Qualität und Produktivität beschäftigen. «Qualität & Produktivität» ist ein Grundpfeiler der Strategie, der uns über die nächsten Jahre – bis 2020 – (beg)leiten wird. Warum haben wir uns diesen als erstes auf die Fahne geschrieben?

Beginnen wir mit der viel beschriebenen Qualität: In der unternehmensübergreifenden Vision des Unispitals haben wir uns unter anderem folgenden Aussagen verschrieben: «Wir steigern die Qualität und die Patientenzufriedenheit» und «Wir sind in definierten medizinischen Schwerpunkten als Behandlungs-, Forschungs- und Bildungsinstitution national führend und international angesehen». Die Vision gibt uns vor, wohin wir wollen. Mit der Gesamtstrategie legen wir fest, dass wir die Qualität unserer Leistungen am Patienten durch beste medizinische Ergebnisse, hohe Patientensicherheit und hohe Patientenzufriedenheit verbessern wollen.

Gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass in der Öffentlichkeit immer mehr Transparenz in den Qualitätszahlen gefordert wird, müssen wir unsere Qualität definieren und sinnvoll darstellen können.

Wir sind auf eine gut funktionierende Teamarbeit in allen Einheiten, Abteilungen, Kliniken, Zentren und auch mit unseren Partnern angewiesen.

Kostendruck und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens Schweiz führen uns zur Produktivität. Die Herausforderungen für unser Spital ergeben sich unter anderem aus der Querfinanzierung der unterdeckten Leistungen und dem Bedarf zur Finanzierung der zukünftigen, z. B. baulichen, Investitionen. Diesen Aufgaben können wir begegnen, indem wir unsere Prozesse laufend verbessern (Stichwort Lean Hospital) und unsere Investitionen und Beschaffungen systematisch angehen. Auch dies können wir nur gemeinsam erreichen.

Qualität und Produktivität – ein unzertrennliches Paar: Wir streben in beiden Feldern Verbesserungen an und sind überzeugt, dass beides möglich ist.

Wir halten auch in dieser Strategieperiode daran fest, dass wir durch eine clevere Organisation mehr Zeit für und beim Patienten aufwenden können. Dies schaffen wir nur gemeinsam.

Der Kulturwandel muss bei jedem und jeder Einzelnen beginnen, indem wir uns noch stärker der Dienstleistung verschreiben, eng mit unseren Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten und unsere Arbeit voll und ganz auf die Bedürfnisse unserer Patienten ausrichten. Als Universitätsspital verpflichten wir uns nicht zuletzt der Innovation und der Forschung. Auch dies wird uns helfen, Qualität und Produktivität in den nächsten vier Jahren dieser Strategieperiode zu verbessern.

Die Strategie 2020 wird nur so gut sein, wie wir sie umsetzen. Daher bitte ich Sie alle, sich aktiv damit auseinanderzusetzen. Überlegen Sie, was die Strategie für Ihre Klinik, Ihre Abteilung, Ihren Bereich/Ihr Ressort bedeutet. Sehen Sie Ansätze zur systematischen Verbesserung von Qualität und Produktivität oder erkennen Sie Schwierigkeiten bei der Umsetzung? Dann wenden Sie sich an Ihren Vorgesetzten oder suchen Sie das Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen. Viele weitere Informationen, Hilfsmittel und Kontakte finden Sie im Intranet. In dieser Gazzetta-Ausgabe auf Seiten 12-13 finden Sie das Interview mit der Leiterin Strategieentwicklung, Dr. Astrid Erbsen. Diesen Beitrag empfehle ich Ihnen wärmstens.

Ich freue mich darauf, dass Sie sich einbringen, und danke Ihnen schon jetzt für Ihren Einsatz für unser Spital.

Mit der Strategie 2020 auf dem Tisch und mit der Strategielandkarte in der Schürzentasche oder im Hosensack begeben wir uns mit grossen Schritten ins neue USB-Jahr.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ich wünsche Ihnen frohe Festtage, einen glücklichen Jahreswechsel und ein gesundes 2017.

Ihr Werner Kübler, Spitaldirektor<br>

Ihr Werner Kübler, Spitaldirektor



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