Text: Denise Dollinger, Fotografie: Pino Covino
Die neue Ära im sechsten Stock
Seit Mitte Januar erstrahlt die Privat- und Halbprivatstation im 6. Stock des Klinikums 2 (Gebäude C) in neuem Glanz. Wo zuvor der spröde Charme eines 70er-Jahre-Baus in Brauntönen dominierte, ist der Bereich nun zeitgemäss gestaltet. Doch der Umbau war mehr als eine ästhetische Korrektur; es ging darum, eine Umgebung zu schaffen, die den heutigen Ansprüchen an Medizin, Komfort und Menschlichkeit gerecht wird.
Stationsleiterin Sarah Gatti Palma führt durch die neue Station im 6. Stock. Während des Rundgangs wird schnell klar, was sich verändert hat: «Ein entscheidender Vorteil der neuen Station, die Platz für bis zu 31 Betten bietet, ist die Zentralisierung. Früher waren die zusatzversicherten Patientinnen und Patienten über das ganze Haus verteilt – die neue Struktur bündelt nun alle Kompetenzen an einem Ort.» Das spart den Ärztinnen und Ärzten wertvolle Zeit und bringt das Pflegepersonal dorthin, wo es gebraucht wird: direkt zu den Patientinnen und Patienten. So entsteht mehr Raum für die persönliche Betreuung.
Design, das den Alltag sicher macht
Beim Umbau lag ein besonderes Augenmerk darauf, Design und Alltagstauglichkeit zu verbinden. Die Architektin brachte die gestalterische Idee ein, das Team ergänzte sie mit den Anforderungen des Pflegealltags. «Angesichts eines Durchschnittsalters von 65 Jahren bei unseren Patientinnen und Patienten standen Sturzprävention und Barrierefreiheit im Fokus», erklärt Sarah Gatti Palma. Die Zimmer erfüllen moderne Standards und sämtliche Vorgaben der Krankenkassen – von bequemen Sesseln und eigenen Kühlschränken bis hin zu Tablets an beweglichen Halterungen. «Mir gefällt besonders das warme Braun der Sessel», sagt Sarah Gatti Palma mit einem Lächeln. Die Badezimmer sind nun geräumig, vollständig rollstuhlgängig und in die Zimmer integriert, was sowohl das Pflegepersonal entlastet als auch den Komfort für die Patientinnen und Patienten verbessert.
Der Mensch im Zentrum
«Der neunmonatige Umbau war oft sehr intensiv, doch unser Team hat die Belastung mit grossem Vertrauen getragen – ohne diese Bereitschaft wäre das nicht möglich gewesen», sagt Sarah Gatti Palma. Das zeigt Wirkung: Auf der Station ist Ruhe eingekehrt, und die Rückmeldungen der Patientinnen und Patienten sind durchwegs positiv. Eine Patientin brachte es so auf den Punkt: «Alle arbeiten toll auf ihre Art, und zusammen sind sie einfach super.» Sarah Gatti Palma freut sich sehr über dieses Feedback. Im Alltag steht das Personal auf der Station ebenso im Fokus wie die Patientinnen und Patienten: «Personenzentrierung bedeutet für uns, konsequent auch aufeinander zu schauen», sagt Sarah Gatti Palma. In hektischen Zeiten hilft man sich gegenseitig; die Leitung orchestriert nicht nur, sondern packt mit an. Dieser Rückhalt hilft dem Team, mit den täglichen Überraschungen im Spitalalltag umzugehen. So bleiben alle motiviert und die Patientinnen und Patienten zufrieden.