Text: Alina Hoppe, Fotografie: Barbara Sorg
Nice to meet you
Dr. Saskia Kamphuis
Oberärztin Handchirurgie
Am meisten mag ich an meinem Beruf, dass ich ständig mit Menschen ins Gespräch komme – über Arbeit, Familie, Zukunftspläne. Viele unserer Eingriffe finden in Lokalanästhesie statt, das heisst, die Patientinnen und Patienten sind wach. Genau dann entstehen diese Gespräche, die meinen Arbeitsalltag so spannend machen.
Auf den ersten Blick klingt Handchirurgie nach einem engen Fachgebiet. Tatsächlich behandeln wir Verletzungen und Erkrankungen an Fingern, Händen und Handgelenken. Wir werden aber auch tätig, wenn die Nerven entlang des Arms bis zum Nacken verletzt sind. Bei Rekonstruktionen verwenden wir Gewebe aus anderen Körperregionen.
Am USB schätze ich besonders die unterschiedlichen Blickwinkel und Nationalitäten. Ich arbeite in einem kleinen, spezialisierten Team innerhalb des universitären Umfelds und bilde dort gerne auch junge Kolleginnen und Kollegen aus. Dass ich dafür bereits mehrfach den Preis «Teacher of the Year» erhalten habe, bedeutet mir viel. Die Auszeichnung kommt schliesslich von denjenigen, die ich unterrichte.
Für ein Jahr werde ich in Australien zusätzliche Erfahrung in meinem Feld sammeln. Anschliessend kehre ich ans USB zurück. Reisen sind mir wichtig, sowohl beruflich als auch privat. Ein Traum von mir ist es, eine lange Zugreise quer durch Asien zu machen, etwa mit der Transsibirischen Eisenbahn. Die Vorstellung, Landschaften und Kulturen auf diese Weise zu erleben, fasziniert mich sehr.
Franck fragt, Saskia antwortet
Dass ich ruhig bin und dass sie sich auf mich verlassen können. Gleichzeitig bin ich gerne unterwegs, mit Kollegen oder Freunden, und habe Spass.
Früher wollte ich Anwältin oder Tierärztin werden. Mit zehn Jahren wusste ich dann aber, dass ich Medizin studieren möchte.
Mich fasziniert die Komplexität der Hand: Auf kleinstem Raum befinden sich viele wichtige anatomische Strukturen. Unsere Hände sind im Alltag essenziell. Verletzungen oder Funktionsstörungen können einen grossen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Umso schöner ist es, Patientinnen und Patienten mit einer Verbesserung der Handfunktion helfen zu können.
Ich höre unterschiedliche Musikrichtungen und möchte mich nicht auf ein Genre festlegen. Im Operationssaal versuchen wir, eine Playlist zu finden, die allen gefällt. Meistens einigen wir uns auf Soft Rock oder eine Art Kaffeehausmusik.
Geduld, Ausdauer und die Fähigkeit, schnell zu denken und zu handeln. Das gilt nicht nur im Operationssaal, sondern auch für die Betreuung der Patientinnen und Patienten in der Sprechstunde sowie auf Station.
Ich arbeite gerne, weil mich mein Fachgebiet interessiert. Ausserdem habe ich ein sehr gutes Team um mich, was mir ebenfalls wichtig ist. Ich glaube, ohne persönliches Interesse würde man einen Job wie diesen nicht lange machen können.
Eine Kombination aus Action und Entspannung: Ich finde Grossstädte faszinierend, möchte aber auch etwas vom Land und der Umgebung entdecken. Am liebsten lasse ich eine solche Reise mit ein paar Tagen am Strand ausklingen. Es gibt noch so viele Länder und Kulturen, die ich gerne entdecken und kennenlernen möchte.
Da gibt es so viele Optionen. Unsichtbar zu sein, wäre spannend, weil man überall zuschauen und zuhören könnte, ohne aufzufallen. Fliegen stelle ich mir hingegen sehr entspannend vor: einfach alleine durch die Luft zu fliegen, die Umgebung zu geniessen und dabei erst noch Zeit zu sparen.
etwas komplett «out of my comfort zone» machen. Es ist sehr bequem, am USB zu sein, weil es mir dort gut gefällt und ich die Abläufe gut kenne. Gleichzeitig finde ich es wichtig, über den Tellerrand zu schauen und Inspiration zu finden. Deshalb werde ich für ein Jahr eine Fellowship in Australien antreten. Ich hoffe, dort viele interessante Menschen kennenzulernen, andere Blickwinkel zu gewinnen und viel mitzunehmen, um meine Patientinnen und Patienten am USB anschliessend noch besser behandeln zu können.
Nicht spezifisch. Ich finde es schwierig, eine Person auf einen Sockel zu stellen. Niemand ist perfekt.
Ich bin mit Hunden aufgewachsen und mag ihre Loyalität und Verspieltheit. Wenn ich aber etwas länger darüber nachdenke, wäre ich vielleicht gern eine Meeresschildkröte: ruhig und entspannt, aber trotzdem in der Lage, weite Strecken zurückzulegen. Ich mag den Gedanken, dass man nicht immer alles überstürzen muss, sondern mit Geduld und Ausdauer genauso ans Ziel kommt.
Durch meine wechselnden Arbeitszeiten ist es schwierig, regelmässig in einem Club oder Verein aktiv zu sein. Deshalb gestalte ich meine Freizeit gerne flexibel und teile mir meine Zeit selbst ein.
Franck Kessler, Fachverantwortlicher Schrift, Bild und Druck
Ans USB kam ich durch einen Glücksfall: Als Mitarbeiter einer Basler Druckerei half ich in einem Sommer hier aus. Mein damaliger Chef erkannte schnell, dass ich nicht nur Polygraf bin, sondern auch Erfahrung im Digitaldruck mitbringe. So wurden aus dem Sommerjob acht Jahre.
Als Fachverantwortlicher für Schrift, Bild und Druck koordiniere ich sämtliche Druckaufträge. Vieles haben wir über die Jahre automatisiert, sodass Standardprodukte wie Visitenkarten oder Flyer heute weitgehend digital gesteuert werden. Mir ist es wichtig, dass auch kurzfristige Aufträge schnell bei unseren internen Kundinnen und Kunden ankommen.
Ich wohne mit meiner Familie im Elsass, rund 60 Kilometer von Basel entfernt. Morgens fahre ich mit dem Auto bis Saint-Louis und rolle von dort mit dem Trottinett am Rhein entlang bis ans USB. Das gibt mir Energie. Manchmal bleibt das Trottinett nach der Arbeit im Büro, weil ich noch schnell im Rhein schwimmen gehe.
Draussen sein ist für mich ein wichtiger Ausgleich zur Büroarbeit. Seit Jahren wandere ich mit meinem besten Freund: die Tour du Mont Blanc, den GR20 auf Korsika, grosse Teile der Alpen. Diesen Sommer waren sieben Wochen Pyrenäen auf dem Programm: fast 1'000 Kilometer, rund 60'000 Höhenmeter. Manchmal zieht es mich noch höher hinauf. Ich fliege Paramotor, ein Gleitschirm mit Motor auf dem Rücken. Ich starte früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang über den Vogesen. Das Gefühl von Freiheit lässt sich kaum beschreiben.
Saskia fragt, Franck antwortet
Ich werde nur sehr selten wütend. Allerdings können mich Bosheit, Intoleranz oder Lebensmittelverschwendung irritieren.
Mantarochen wegen seiner Anmut im Wasser oder ein Ara, der frei über dem Amazonas-Dschungel fliegt!
Ich hatte das Glück, zu meinem 50. Geburtstag mit meiner Familie einen grossen Roadtrip durch den amerikanischen Westen zu unternehmen; die Canyons sind atemberaubend. Ich träume jedoch davon, eines Tages nach Polynesien zu reisen.
Musik spielt in meinem Leben eine sehr wichtige Rolle. Rock aus den 70er- und 80er-Jahren ist mein Lieblingsstil. Ich bin jedoch sehr vielseitig – auch Blues, Pop, Jazz, Rap, Elektro oder Klassik finden sich in meinen Playlists. Ausserdem spiele ich Bassgitarre.
Das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten sowie die Qualität und Sicherheit der Versorgung haben für mich in einem Spital oberste Priorität.
Die Digitalisierung hat erhebliche Auswirkungen auf meinen Beruf; der Papierdruck ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Ich versuche, Schritt zu halten, indem ich mich weiterbilde (interaktive Formulare, Software-Updates mit KI). Ich betrachte dies als Chance, mir neues Wissen anzueignen.
Die Anerkennung guter Arbeit, der Respekt vor jedem Einzelnen und eine gewisse Arbeitsplatzsicherheit.
Selbstverständlich, sogar mehrere:
«Peace & Love» und «carpe diem»!
«Lebe deine Träume, anstatt dein Leben zu träumen!»
Ganz klassisch, aber für mich absolut stimmig: fliegen wie ein Vogel. Davon habe ich als Kind regelmässig geträumt, und ich habe das Glück, das mit meinem Motorschirm im Elsass über den Vogesen tun zu können.
Ordentlichkeit, Genauigkeit und ein gutes Gedächtnis sowie Aufgeschlossenheit und ein offenes Ohr für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in meinem Beruf sehr hilfreich.
Ich bin ein Naturmensch und ich wollte immer als Förster im Wald arbeiten. Mein Studiengang hat aber eine andere Richtung genommen – als Polygraf und nachher Digitaldrucker in der grafischen Branche.
Besonders schätze ich die vielfältigen Facetten meiner Arbeit, die sich ständig verändert, die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und zum Lernen, den Kontakt zu Menschen jeden Alters und jeder Nationalität sowie das sehr angenehme Arbeitsumfeld (Centro, Garten …)!
den Mont-Blanc besteigen oder darüber hinwegfliegen.